Mittwoch, 23. November 2016

Sloppy Joe's - Eight Reasons to Rock




Lange wurde hier nichts veröffentlicht. Lange fragten sich Millionen von Menschen, eigentlich bloß zwei (Danke Tina und Tom), wo ich denn geblieben bin auf meiner Mission, den Underground zu unterstützen und Bands zu supporten? Die Antwort ist: Ich habe Legasthenie, meine Korrekturleserin ist nicht mehr dabei und ich hatte privat ein bisschen Stress. Zudem gab es im September das "HEAVY ROCK MUSIC FESTIVAL". Aber jetzt starten wir durch mit meinem ersten REVIEW nach langer Pause.

Sloppy Joe's bringen mit ihrem Album "Eight Reasons To Rock" gigantische Atmosphäre in den CD Spieler. Deftiger Rock'n'Roll, mit einem kleinen bisschen 80er Hard Rock Charme, wie es ich bezeichnen würde, sorgen für gute Laune und viele quälende Ohrwürmer. Auch ein Cover von "The Ramones" ist dabei, was ich natürlich besonders feier. Das Album beinhaltet acht Tracks, darunter ein Balladen-Cover und ein Akustik-Song. Auch die Audioqualität lässt hier keine Wünsche offen. Aber kommen wir nun zur Analyse:




Das erste Lied heißt "Diana" und ist relativ schwer einzugliedern. Es ist ein fetziger Rock'n'Roll-Song mit Melodien, die sich ständig neu variieren, und sorgt für gute Stimmung, die vor allem live gut spürbar sein sollte. Leider habe ich die Hamburger Jungs noch nie live gesehen, aber vielleicht laden sie mich mal ein. Bei solchen Songs bebt auf jeden Fall jede Location. "Right Decision" ist mein Lieblingslied auf "Eight Reason To Rock": Die Lyrics am Anfang des Songs sind auch gleichzeitig der Refrain und laden förmlich zum Mitsingen ein. In den Strophen hat man genügend Zeit, seinem alttäglichen Stress in Circle Pits Lebewohl zu sagen. Schiff Ahoi dafür!

Ich hoffe, ich konnte euch Appetit machen, denn im Vergleich zur ersten Sloppy Joe's-EP, die ihr auch in diesem Blog finden könnt, ist das neue Album eine musikalische Steigerung von fast 100%: Ob im Auto, beim Duschen, mit Freunden beim Grillen oder auf eurem Motorrad, dieses Teil macht richtig Spaß!







Dienstag, 10. Mai 2016

Mutard - Zombie Addiction


Mutard, aus Heidenheim, gründete sich 2013 und ist eine "Old School Thrash Metal Band", welche Hardcore und Punkelemente in ihre Arbeit miteinfließen lässt. Mit ihrer EP, "Zombie Addiction" schicken sie den Hörer zurück in die Achtzigerjahre: geshradderte Gitarrenriffs, dröhnender Bass, kräftige Vocals und ein heftig gespieltes Schlagzeug geben ihren Songs eine ganz spezielle Note.
Mutard spielte schon mehrere Konzerte; nicht nur auf deutschem Boden und waren sogar schon als Support des US-Thrashers Lich King mit dabei. Sie streben jedoch nach größeren Bühnen; danach, noch mehr Publikum in den Circle Pit zu ziehen.
Insbesondere Thrash Metal ist äußerst anspruchsvoll und ist eine Handwerkskunst, die sich nicht von heute auf morgen erlernt - auch nicht auf übermorgen. Und so muss man zumindest in Heidenheim nicht weit fahren, um hochkarätigen Metal hören zu können.
Die Band erinnert mich persönlich stark an Bands wie Kreator, Anthrax, Tankard, Slayer oder Vendetta - also eine mehr als gesunde Mischung!

Die Mitglieder von Mutard sind:
Kim - Vocals
Tilo - Gitarre
Haug - Bass
Tobias - Schlagzeug

Zombie Addiction enthält fünf Tracks, die eine recht ordentliche Soundqualität preisgeben. Nicht perfekt, doch versehen mit einem gewissen Old-School-Charme. Von diesen fünf habe ich mir erneut zwei Tracks herausgesucht, welche ich analysieren werde.
Necro Zoo ist das erste Lied und kreiert gleich zu Beginn ordentlich Stimmung - kein Fuß hält da mehr still! Eine sehr atmosphärische Einleitung mit einem doch sehr heftigen Übergang. Die Vocals von Kim sind hektisch und in cleanen Shouts gehalten; für Thrash Metal durchaus typisch. Wichtig ist hier zu erwähnen, dass dieser Track, auch trotz multiplem Anhören, niemals langweilig wird. Insgesamt liegt hier folglich ein äußerst hörenswertes Stück vor!
Bullet Belts And Hi-Tops hingegen kommt augenblicklich zum Punkt und etabliert sich als eindeutiger Aufruf zum Headbanging. Eine Gitarre, die hastig aber liebevoll gespielt wird. Die Felle des Schlagzeugs werden liebevoll gestupst - bis zum Zerreißen - und der Bass brummt vor sich hin, als spielte Beethoven darauf. Während des Hörens dieses Liedes bekam ich sogleich immense Lust auf eine gigantische Wall of Death - und Muskelkater im Nacken.



Interpred: Mutard
Album: Zombie Addiction
Jahr: 2014
Aus: Heidenheim
Genre: Thrash Metal
Tracklist
01. Necro Zoo
02, Zombie Addiction
03. Bullet Belts And Hi-Tops
04. Two-Faced Lover
05. Underachiever

Summa summarum bringt diese Band hier eine ausgezeichnete Platte hervor, welche sie zum kostenlosen Download auf Bandcamp bereitstellt. Fünf Lieder, die mächtig Stimmung erzeugen und Lust auf mehr machen. Für mich ist Mutard ein Juwel in der Underground Thrash Metal Szene, welches weitaus mehr Aufmerksamkeit verdient. Ich bin überzeugt davon, dass hier der ein oder andere Gefallen an ihnen finden wird! Ich bin gespannt, was die Band in der Zukunft noch schöpft und werde sie defintiv weiter verfolgen. 

Was sagt ihr dazu? Hinterlasst eure Meinung zu den Jungs wie immer in den Kommentaren!


Montag, 9. Mai 2016

Bury My Regrets - Embrace ][ Overcame


Bury My Regrets, aus Mannheim, faszinieren mich mit ihrer Musik genau so sehr wie Resonant of Mind. Gefühlvoll gemäßigte Melodien, hartes Schlagzeug, mit Liebe gespielte Gitarren und eine geniale Abwechslung zwischen cleanen Vocals und Growls. Im Rahmen der Südstaatentour von Samsara Circle ist Bury My Regrets zum Konzert in Kaufbeuren am  05.05.2016 im Brazil dazugekommen und nach einer kurzen Hörprobe haben sie sich sofort in mein Herz gespielt. Ihre Art die Musik zu gestalten, lässt mich kaum noch aus dem Schwärmen herauskommen und steht ganz oben mit Samsara Circle, In Sanity und Resonant of Mind auf meiner Playlist. Die Band lässt sich beschreiben als eine Mischung aus Lost Prophets, Bullet for My Valentine [Bullet for My Valentine EP], All That Remains, Hatebreed sowie Noise of Minority.

Das Logo der Band erinnert ebenfalls an die alten Alben Bullet for My Valentines: der leicht verschnörkelte Schriftzug macht einiges her und lässt kein Auge daran vorbeisehen. Damit lassen sich Bandshirts schon einmal mit gutem Gewissen tragen. Ein schönes, kreatives Logo weckt die Neugier -  diesen Designer dürfen sie mir gerne einmal vorstellen.
Die Geschichte der Band begann 2011. Nach dem schnellen Aufnehmen von Demosongs produzierte Bury My Regrets ihre EP "No Places Like Home" mit fünf Tracks in den Empire Studios. Mit Unterstützung von Rolf Munkes wurde die EP 2012 veröffentlicht. Nach dem Release spielten sie über 100 Shows und teilten die Bühne schon mit Adept, Burning Down Alaska, Vitja und vielen mehr.
2014 wurde ihr Debütalbum "Embrace / Overcome" in den Kohlekeller Studios mit Kristian Kohlmannslehrer an der Seite produziert. Noch im September desselben Jahres wurde das Album dann schließlich veröffentlicht.
Das Motto der Band ist ebenfalls sehr beeindruckend. Während Resonant of Mind eher ihre eigenen erlebten Geschichte verarbeiten, geht Bury My Regrets mit einer positiven Message im Hinterkopf an ihre Texte. Ihr Motto lautet Zitat: "Denke daran, dass wir Negativität umarmen müssen, um die Wurzeln der Verbitterung zu überwinden."
Musikalisch ist die Band sehr schwer einzuordnen, sie selbst sehen sich als Post Hardcore an. Deutliche Elemente aus dem Metalcore, Deathcore, Melodic Death Metal und dem guten alten Hardcorebereich sind jedoch klar herauszuhören. Während sich meine Vergleichsband "Resonant of Mind" eher mehr auf den Post Hardcore stützt, experimentieren BMR mehr mit ihrem Können - gewagt und doch gigantisch. Es lohnt sich also, beide zu kennen und sie zu verfolgen. Es ist sehr zu wünschen, solch ehrliche Musik weit oben zu sehen. Unberechtigt unbekannte Bands wie diese haben es verdient auf großen Festivals zu spielen und von der Masse entdeckt zu werden!

Embrace / Overcome bietet elf Hits und einer ist besser als der andere. Es ist schwer, sich auf die Beurteilung eines einzelnen zu versteifen. Aufgrund dessen habe ich mich dieses Mal für zwei Tracks entschieden.
Einer davon ist Torwards the Sun. Er ist der fünfte Track und enthält melodische Leadgitarren in den Strophen, tiefe Shouts und der ein oder andere Breakdown mit mehrstimmigen Shouts sind auch involviert. Der Refrain ist in Clean Vocals gehalten und mit glamourösen Gitarrenriffs unterlegt.

Illu(Me)nate ist das vorletzte Lied und wäre ein gigantischer Song für die Einlaufshow eines Eishockeyspiels. Ein Intro, welches die Spannung anhebt und schleichende Zunahme der Aggressivität und fantastische Wechsel zwischen Clean und Shouts beinhaltet. Unglaubliche Riffs, die eine Atmosphäre schaffen wie keine anderen.


Band: Bury My Regrets
Album: Embrace / Overcome
Jahr: 2014
Ort: Mannheim
Genre: Post-Hardcore, Hardcore

01. First Step Outgrow
02. Quiet Something, Quiet Now
03. To Separate What's Right from Wrong
04. The End is Mind
05. Towards The Sun
06. Blinded Children
07. Chaos & Madness
08. RepeatReverse
09. There's No Place Like Home
10. Illu(Me)nate
11. Embrace... Overcome

Fazit: Das Album Embrace / Overcome, wurde in einer fantastischen Qualität aufgenommen und abgemischt. Diese Qualität spiegelt sich nicht nur im Klang, sondern auch in ihrem musikalischen Talent wieder. Dies, ihr Fertigkeit sowie ihre einfallsreichen Ideen dürfen Bury My Regrets nie abhandenkommen - dann sehen wir die Jungs bald auch auf größeren Festivals auf der Mainstage!

Was sagt ihr dazu? Hinterlasst eure Meinung zu der Gruppe in den Kommentaren!

Resonant of Mind - Losing Composure


Resonant of Mind kommen aus einer der historischsten Städte der Welt: Burghausen - beinhaltet die längste Burg Europas, circa 30 000 Einwohner, ein großes Chemiewerk und vor allem - wenige Konzertmöglichkeiten. Die Band ist der Beweis, dass man dennoch - trotz Mangel an Locations - Erfolg haben kann. In Bayern sind die Jungs inzwischen einigen ein Begriff und mit ihrem Post Hardcore gewinnen sie kontinuierlich weitere Fans dazu. Ihre angegebenen Einflüsse sind Bands wie Every Time I Die, Texas in July oder The Sorrow. 

Resonant of Mind gründete sich 2010 und produziert seitdem eine Mischung aus harten Breaks und einer Menge technischer Feinheiten. Der Mix aus mystischen Clean Low Parts und deftigen Screams lässt eine einzigartige Stimmung aufkommen, wie man es nur selten bei solch einer Musik erlebt. Selbst bei bekannten Bands, die sich mit Resonant of Mind vergleichen lassen, ist diese Stimmung nicht auffindbar. So, vergleicht man We Came as Romans mit Resonant of Mind, läge die Wahl des Kaufes von meiner Seite aus definitiv bei Resonant of Mind. Und dies ist nicht die einzige Gegenüberstellung, in der die junge Band abstauben würde! Ihre 2014 erschienene EP Losing Composure ist sehr hochwertiges Material und sie sich an einem schönen CoD-Abend anzuhören ist ein unabdingliches Muss.
2015 veröfffentlichten sie eine weitere Single, Oh Apathy, welche ebenfalls auf Bandcamp erworben werden kann.
Die Band besteht aus Aaron (Gitarre, Gesang), Michael (Gitarre); Kevin (Bass, Gesang) und Philipp (Schlagzeug).


Losing Composure setzt sich aus fünf Songs zusammen, von denen jeder einzelne für sich einen eigenen Ohrwurm darstellt. Mystisch und deftig zugleich präsentiert sich die Musik und auch an Qualität mangelt es nicht. Es ist unglaublich, doch hier liegt eine grandiose EP, mit ausgezeichneter Qualität vor - und das Ganze kostenlos! Dazu eine Fülle an Videos auf Youtube, die ihr Übriges dazu tun, mit einer zusätzlichen Infusion Atmosphäre die Musik zu vervollkommnen. Hier vergleiche ich die Band mit Bullet for My Valentine, My Chemical Romance, aber auch erneut mit We Came as Romans, die trotz großer finanzieller Mittel nicht im geringsten mithalten können. Chapeau!
Ich habe mir zwei Songs heraus gesucht, die ich euch besonders nahe lege.
Dead Poet's Society ist der erste Song dieses Tonträgers. Er beginnt langsam mit Breaking In Screams; ein plötzlicher Break zerbricht die Atmosphäre und harte Growls, abgestimmt auf die Gitarren, runden das Ganze ab. Die Clean Vocals reißen die Stimmung wieder steil nach oben, bis ein tiefer Break sie erneut zerlegt, darauf folgen grandiose Tappinggitarren auf cleanen Gesang. Der schließliche Chor bringt noch einmal Gänsehautatmosphäre auf und beendet den Song letztendlich. 
Sorry, But the Princess Is in Another Castle ist der vorletzte Track. Deftig, schnell und im Refrain mit einer sehr guten Mystik beschattet. Das Lied bietet einige hervorragende Stellen zum Mitsingen und überzeugt in den technisch hochwertig verarbeiteten Melodien und den Übergängen in die Breaks. Hier dominiert hauptsächlich der Scream-und Growlgesang. 




Interpret: Resonant of Mind
Album: Losing Composure
Release: 2014
Gerne: Post-Hardcore, Alternativ Metal, Metalcore

Tracklist
01. Dead Poet's Society
02. What Should Have Happened
03. Cheap Whiskey and Its Consequences
04. Sorry, But The Princess is in Another Castle
05. Tales of Broken Hearts and Crashing Cars

Wir haben hier eine junge, professionelle Band mit hohen Ambitionen. Es würde mich freuen, sie eines Tages auf dem Summer Breeze oder auf Wacken zu sehen. Selten sieht man eine Band, die solch eine Menge an Gedanken und Leidenschaft in ihre Musik investiert!

Was sagt ihr dazu? Da Hansi!